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Orchester der Gymnasien SchwabensJungmusiker schnuppern Orchesterluft

OGS – was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Abkürzung? Nun, es handelt sich um das Orchester der Gymnasien Schwabens, ein Projekt des Kultusministeriums, das es sich zum Ziel gesetzt hat, musikalisch begabten Schülern die Möglichkeit zu geben, sinfonische Werke einzustudieren. Unter der Anleitung versierter Dozenten beschäftigen sich die jungen Gymnasiasten vor allem mit Werken der Romantik und der Moderne. Die Leitung und Organisation obliegt hierbei Herrn OstR Stephan Dollansky, seines Zeichens selbst ein begeisterter Geiger, vom Gymnasium Marktoberdorf.
Orchester der Gymnasien Schwabens
Vom 28.01 bis 02.02.2018 durften Benedict Röcken, der bereits zum zweiten Mal teilnehmen konnte,  und Julia Rimmele (beide Q11) zusammen mit 90 weiteren Jungmusikern aus ganz Schwaben eine Woche lang mit eben diesem Orchester ein anspruchsvolles Konzertprogramm in der Musikakademie in Marktoberdorf einstudieren.
Bis zum Konzert stand allen Mitwirkenden ein langer Weg bevor. Von morgens neun Uhr bis abends um 21 Uhr wurde intensiv geprobt – teils in Register und Instrumente aufgeteilt, teils in Gesamtproben. Doch natürlich war nicht alles nur Stress und harte Arbeit, sondern die Jugendlichen ließen die Abende gemeinsam im Bierkeller bei guten Gesprächen und hitzigen Schafkopfrunden ausklingen, wobei viele neue, wertvolle Freundschaften entstanden.
Am Donnerstag war der große Tag gekommen: Das erste Konzert in der Musikakademie in Marktoberdorf stand bevor und wurde sogar per Livestream im Internet übertragen. Begrüßt wurden die begeisterten Zuhörer mit Antonin Dvoraks Ouverture zur Oper „Rusalka“. Zusammen mit dem schon sehr erfahrenen Elias Kolb, einem 15-jährigen Meister der Trompete aus Krumbach, präsentierte das OGS gleich im Anschluss ein Trompetenkonzert des eher unbekannten Komponisten Alexander Arutjunjan, sowie das originelle Stück "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" von Modest Mussorgsky und das Werk "Souvenir d'une nuit d'été" von Mikhail Glinka. Wie viel Freude die Jungmusiker beim Spielen hatten, bewies vor allem auch die schwungvoll-schmissige Zugabe „Gopak“, die ebenfalls aus der Feder von Modest Mussorgsky stammt. Einen krönenden Abschluss fand diese doch sehr besondere Orchesterwoche mit einem gut besuchten Konzert im Forum in Günzburg.
Annette Stengele