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Latein

Wachturm am Limes - bei Kloster LorchO quotiens obitum linguae statuere latinae
   Tot tamen exsequiis salva superstes erat.

Immer von Neuem sagen sie tot die lateinische Sprache,
                         jedes Begräbnis jedoch hat sie gesund überlebt. (Josef Eberle)


Die Alten Perser hatten es noch gut. Sie wussten genau, was zur Erziehung ihrer Kinder nötig war: Reiten, Bogenschießen und die Wahrheit sagen (Herodot).

Unsere Welt ist komplizierter geworden und die Entwicklung auf vielen Gebieten geht immer schneller voran. Doch man beginnt zu spüren, dass die Überlebensfähigkeit des homo sapiens nicht von noch breiteren Straßen, noch mehr Fernsehprogrammen und noch schnelleren Autos abhängt. Spürbar nimmt das Interesse an der Kultur der Antike zu. Aufführungen antiker Dramen sind gut besucht, Bücher mit antiken Themen finden sich auf Bestsellerlisten, entsprechende Ausstellungen sind überfüllt. Offensichtlich scheint das Bedürfnis zu wachsen, sich mit der kulturellen Tradition auseinanderzusetzen.
Am Bekanntesten ist wohl die Tatsache, dass durch den Lateinunterricht ein rascher Zugang zu den Fremd- und Lehnwörtern im Deutschen eröffnet wird. Dies gilt noch mehr für die Fachsprachen in Geistes- und Naturwissenschaften. Es muss nicht erwähnt werden, dass für
das Studium in sprach-, literatur- und altertumswissenschaftlichen Fächern und Geschichte
Lateinkenntnisse erforderlich sind.
Ähnlich steht es mit dem Zugang zu den modernen Fremdsprachen. Ein Großteil des Wortschatzes der romanischen Sprachen – Französisch, Spanisch, Italienisch und nicht zuletzt Rumänisch stammt aus dem Lateinischen – selbst das Englische bezieht einen Großteil seines Vokabulars aus der Sprache der Römer.

Wenn vom Nutzen der Alten Sprachen die Rede ist, darf man nicht vergessen, dass im Lateinunterricht eine eingehende Beschäftigung mit dem grammatikalischen System einer Sprache stattfindet. Dabei lernt mit Fachvokabular über sprachliche Strukturen zu reden und sie zu interpretieren. Dieses methodische Training nützt unmittelbar bei der Analyse und Interpretation anspruchsvoller deutscher Texte.
Die lateinische Sprache liefert auch den Schlüssel zum Verständnis der politischen und geistesgeschichtlichen Entwicklung Europas. Der Kulturtransfer von Rom zu den übrigen
Teilen des Imperiums – eine frühe Form der corporate identity – setzt einen Prozess in Gang,
der heute noch andauert: Der geographische Begriff Europa wird zu einer politischen Idee:
Verwaltungsprinzipien, Rechtsgrundsätze, Formen politischen und staatlichen Zusammenlebens, Wissenschaften, Literatur, selbst viele Bereiche des alltäglichen Lebens
haben ihren Ursprung in Rom und der römischen Gesellschaft. Latein und Europa gehören zusammen. Themen wie die Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft, Freiheit und Schicksal, Anpassung und Widerstand, vom Wert der Zeit erfordern ein unbefangenes neugieriges Fragen nach zentralen Dingen des Lebens.Römisches Kastell

Weitere Informationen:

Latein am LGNU

Lehrplan und Anforderungen

Nützliche Links

Exkursionen am LGNU

Großen Spaß bereitet es unseren Schülern, „zu den Römern“ zu fahren!
Der Unterricht kann durch eine konkrete Begegnung mit der Antike ergänzt werden.
Mögliche Ziele sind Weißenburg, Aalen oder Trier.

 
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